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Therion haben mir auf 70000 Tons Of Metal so gut gefallen, dass ich sie mir in Glauchau nicht entgehen lassen wollte. Außerdem sollte es das einzige Deutschland-Konzert bleiben – und das vermutlich leider auch noch für eine längere Zeit, von Festivals vielleicht abgesehen. Als Support waren Antalgia und Elyose angekündigt, die mir beide nichts sagten.

Also nach 2-3 Tagen Magenproblemen die Zähne zusammengebissen und im aufhörenden Nieselregen nach Glauchau…wie gesagt, nicht-entgehen-lassen-wollen😀

Als Beginn war 20:30 Uhr angesetzt und der Einlass gestaltete sich mal wieder zäh…bis ich drin war (trotz Ticket), spielten schon Antalgia. Von den Spaniern hatte ich vorher noch nie etwas gehört, hat mir aber ganz gut gefallen. Die Sängerin hat eine angenehme, starke Stimme. Ganz guter „Trällerelsen-Metal“, wenn auch musikalisch noch etwas ausbaufähig.

Die nächste Band, Elyose, kam aus Frankreich und ich merkte recht schnell, warum ich französische Musik nicht so richtig mag – jedenfalls kam ich aus dem Gähnen nicht mehr heraus. Für mich eine Band der Marke „die spielen doch schon wieder das erste Lied…“. Auch wieder eine starke Frauenstimme, wenn auch in höherer Tonlage. Und ich nehme mal an, ein ziemlicher Hingucker für die Männer…mag ich nicht beurteilen, brauche sowieso eine neue Brille ;D

Joah und dann spielten endlich Therion mit Gänsehautfeeling von Anfang bis Ende. Es wurden einige Lieder vom neuen Album „Les Fleurs du Mal“ vorgestellt, das ich mir im Anschluß noch signiert gekauft habe. Dabei handelt es sich durchweg um Coverversionen mehr oder weniger bekannter französischer Chansons – sehr interessant, aber durchaus auch gewöhnungsbedürftig. Von diesem Album wurden mindestens „Poupée de cire, poupée de son“, „J’ai le mal de toi“ (samt der traurigen Geschichte über Betty Mars, die dahintersteckt) und „Une Fleur dans le cœur“ gespielt.

Ansonsten gab es ein guten Querschnitt aus 25 Jahren Therion, denn genau dieses Jubiläum wurde mit dieser Tour auch gefeiert. Höhepunkt für mich war natürlich wieder „Lemuria“ (Erinnerungen an 70000 Tons *g*) – diesmal als Akustik-Version. „Ginnungagap“, „Son of the Sun“ und viele andere Songs durften natürlich auch nicht fehlen – und zum Abschluss natürlich „To Mega Therion“.

Alles in allem ein superschönes Konzerterlebnis, es ist immer wieder toll, Therion zu sehen – vor allem, da diese Band irgendwie als Einheit agiert – ein Gesamtkunstwerk sozusagen😀