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Mal wieder ein preisreduziertes Mängelexemplar, sonst hätte ich es mir nicht gekauft, denn ich finde Madonna zwar auf eine gewisse Art und Weise interessant, aber ich mag sie nicht.

Das Buch zeichnet die Lebens- und Erfolgsgeschichte Madonnas seit ihrer Kindheit bis ca. 2006/ 2007 auf – vom Cheerleader an der Highschool zur multimedialen Multimillionärin. Es ist durchweg freundlich geschrieben, diverse Eskapaden und Egoismen werden fast völlig ausgeblendet, unter den Tisch gekehrt oder durch positive Gegenbeispiele, die sich zweifellos auch finden, abgeschwächt. Allerdings kann ich auch ganz gut zwischen den Zeilen lesen.
Interessant ist das Buch vor allem dadurch, dass es die musikalische Entwicklung von Madonna, ihre Kontakte und den jeweiligen musikalischen Mainstream/ Trends sehr ausführlich betrachtet. Ich persönlich halte allerdings nicht viel von einer „Künstlerin“, die sich musikalisch freiweg bei allem bedient, was ihr dienlich sein könnte und nicht einmal vernünftige Tantiemen-Beteiligungen für nötig hält. Irgendwie habe ich trotz der netten Schreibweise das Gefühl, dass dieser Frau Geld mehr bedeutet, als alles andere – womit sie sich aber auch keine Freundschaften kaufen kann. Vielleicht braucht sie diese aber auch gar nicht…
Mehr fällt mir irgendwie nicht dazu ein, es war eine sehr interessante Lektüre, die meine Abneigung bestätigt hat und mir irgendwie doch wieder vor Augen gehalten hat, dass Geld nicht alles ist und ich um keinen Preis mit Madonna tauschen möchte.

Einmal jedoch habe ich doch arg gestutzt, als nämlich am Ende einer Seite der Name „Jonas Åkerlund“ auftauchte…kenn ich doch, kenn ich doch, nur woher…ja, von Bathory, aber das stand erst auf der nächsten Seite. Allerdings hat Åkerlund einige bekannte Musikvideos gemacht, u.a. auch für Metallica, Ozzy oder Rammstein – aber auch für extrem viele Popgrößen, naja.

Im übrigen existieren auch noch andere, weniger weichgespülte Biographien😉

Lucy O’Brien: Madonna – Like An Icon – Die Biographie ist im April 2008 im Goldmann-Verlag erschienen (2. Auflage 2008, 493 Seiten ohne Anhang, 32 Farbseiten)