Das würde ich am liebsten einigen Freunden bei Facebook um die Ohren hauen. In letzter Zeit gab es ja einige Horrormeldungen – Japan, ein paar grausame Morde und so weiter.

Aber muss das dann nochmal und wieder und ständig einem überall entgegenspringen? Muss ich eine schlechte Nachricht unbedingt nochmal weiterverbreiten, besonders, wenn sie mich wie ein Mord weit weg in meinem persönlichen Leben überhaupt nicht berührt?

Meist steht dann dazu noch ein Kommentar, wie schlecht doch die Welt ist und so weiter. Bitte denkt doch mal über Wahrnehmung nach. Morde gab es auch früher schon, nur nicht innerhalb von 5 Sekunden auf dem Silbertablett auf allen Kanälen. Was ist dann die Wahrnehmung? Es ist mehr geworden. Nein, denke ich nicht. Es ist nur schneller da. Und dadurch kommt es einem noch dazu so vor, als wäre es nebenan – und ständig. Die Folge ist dann, dass man denkt, die Welt wird immer schlechter, früher war alles besser und außerdem, dass in Deutschland die Geigerzähler ausverkauft sind. Sorry, aber wie blöd kann man sein?

Ich will das nicht haben. Wenn ich mich informieren möchte, lese ich Zeitung – eine einigermaßen vernünftige noch dazu und kein Reißerblatt wie die mit den 4 großen Buchstaben. Die lebt ebenfalls von der Angst und der Panik der Menschen. Und man stumpft ab. Ich will nicht abstumpfen. Ich habe Mitgefühl mit den Menschen in Japan, hab auch schon dem DRK gespendet. Aber es tangiert mich persönlich im Moment nicht wirklich. Mein Alltag geht auch so weiter, weil es gerade keine Auswirkungen hat. Aber ich bin ja quasi gezwungen, durch das Weiterverbreiten den Kram zu lesen. Mist. Und irgendwann ist es Alltag für mich und wird mir egal.

Wo sind die guten Nachrichten? Wer verbreitet die weiter? Vielleicht sollte ich mal damit anfangen😉 Na dann verabschiede ich mich mal auf das Online-Portal der Frankfurter Rundschau, suche mir eine gute Nachricht und schmeisse die in meinen FB-Status. Besser is das.

Hmm komischer Blogartikel geworden…bißchen konfus. Aber das macht mich auch völlig konfus, ich weiß gar nicht so richtig, wie ich diese Konfusion erklären soll. Wie gesagt, auf der einen Seite zwar Mitgefühl, auf der anderen Seite juckt es mich aber null, weil ich mein Leben trotzdem und sowieso selber leben muss bzw. will ich nicht ständig sehen, wie bekloppt manche Menschen sind, wie schlimm manche Katastrophen und so weiter. Ich will die Welt jeden Tag ein bißchen besser oder schöner machen. Und nicht nur in einem Sumpf aus Schlechtigkeiten versinken.

P.S.: meine gute Nachricht (oder lustige) ist der Karl-May-Vorlese-Marathon😉 erinnert mich an Weihnachten/ Silvester 2002, wo ich meine gesamten Karl-May-Bände in einem Rutsch durchgelesen habe, allerdings besitze ich nicht alle 88😉