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…da meine Blogs alle auf freien Anbietern laufen, die da wohl eher eigene Werbung reinkleistern und ich mich auf meinen mir wichtigen Webprojekten entschieden habe, keine Werbung (mehr) draufzuknallen, weil sich das für mich irgendwie ‚falsch‘ anfühlt, kann ich mich zum Webmaster-Friday mit dem Thema „Geld Geld Geld!!! Wie wichtig ist Geld verdienen beim Bloggen?“ also nur aus Lesersicht auslassen. Wow das ist mal wieder ein genialer Schachtelsatz, weiß schon, warum ich nicht versuche, mit Schreiben Geld zu verdienen…

Außerdem haben genug andere aus Schreibersicht darüber geschrieben.

Die Argumente für und gegen das Geldverdienen mit Blogs kann ich allesamt wunderbar nachvollziehen.

Aus meiner Sicht spricht EIGENTLICH nichts dagegen, sich ein paar Kröten dazuzuverdienen. Allerdings kommt es immer auf das Wie an.

Ich persönlich habe keine Probleme mit Werbung, die ist unterbewusst ohnehin meist auf ‚ignore‘ bei mir – allerdings verdient der Blogger dann an mir nichts. Schade eigentlich. Vielleicht sollte ich den Filter mal ein wenig runterfahren *g* Bei Werbung kommt es stark darauf an, wie diese in den Blog integriert ist – grell, aufdringlich, nervig oder dezent mit zum Artikel passenden Einblendungen. Letzteres kann für einen Besucher sogar ganz hilfreich sein, wenn man sich z.B. über ein Produkt informieren möchte, das für gut befindet und dann gleich kaufen kann.

Womit ich bei der nächsten Möglichkeit wäre, Affiliate-Links. Stören mich auch nicht wesentlich, wenn nicht der komplette Blog damit zugepflastert ist und die Links zum Thema passen. Können wie passende Werbung auch für den Besucher nützlich sein.

Mit einer Sache habe ich allerdings echt Probleme und das sind komplette bezahlte Artikel. Die Grenze ist zwar fließend – wie stark sind Artikel vom Werbegedanken beeinflusst, wenn ein Affiliate-Link untergebracht werden muss? – aber bei bezahlten Artikeln schalte ich persönlich – wie bei dem Wort ‚Anzeige‘ in der Zeitung – sofort weg. Unterbewusst und vollautomatisch. Tut mir leid, hat aber eben irgendwo was von ‚Spam‘ für mich, denn diesen Artikel würde es ohne die Bezahlung mit der allergrößten Wahrscheinlichkeit nicht geben. Ist jetzt irgendwo eine Verallgemeinerung und Unterstellung, aber irgendwie muss man ja filtern *g*

Insgesamt gesehen kann der Hintergedanke, mit einem Artikel Geld verdienen zu wollen, dennoch zu einer Qualitätssteigerung führen. Schließlich lassen sich für absolut belanglose Tagebucheinträge oder nicht durchdachte Artikel schlecht die passenden Werbeformen finden *gg* es sollte nur nicht übertrieben werden.

Soo…das wär mal meine bescheidene Meinung. Ich bin auch nicht neidisch oder sowas, wenn jemand mit bloggen eine ordentliche Summe Geld verdient, warum auch nicht. Anerkennung und selber besser machen – also Erfolge anderer als Motivation sehen – ist sowieso gesünder😉

Außerdem bin ich ja nicht gezwungen, alles zu lesen. Ein Glück!

Wer hat sonst noch mitgemacht?

  • Elcario schreibt über Werbung in Blogs, dass das für ihn nicht in Frage kommt und warum und stellt den neuen Micropayment-Dienst ‚Flattr‘ vor
  • auch zweidoteins schreibt über Werbefreiheit und dass vor allem der Spaß in der Sinn des Bloggens im Vordergrund stehen sollte
  • blogszene.com schreibt über das Verhältnis von Werbung zu Beiträgen und die Schwierigkeit, nicht alle Blogs gleichgut monetarisieren zu können
  • professional-webwork.de kritisiert die Kritik an der Monetarisierung von Blogs
  • netzpanorama.de beleuchtet die Frage, ob Blogs, mit denen Geld verdient wird, anders oder schlechter sind
  • tipblog.de gibt einen interessanten Erfahrungsbericht über bezahltes Schreiben
  • neunzehn82.de beschäftigt sich mit Geld und dessen fiktivem Wert
  • toollinks.de beschreibt kurz, dass er nichts gegen Monetarisierung hat, für ihn aber nicht so viel bei rumkommt
  • saschas-world.de thematisiert die unterschiedlichen Motivationen für’s Bloggen – ob man davon leben MUSS oder nur aus Spaß bloggt und macht sich Gedanken über mögliche Konsequenzen
  • Business Lounge ist der Meinung, dass Werbeeinnahmen auch Anerkennung sind
  • Sebastian Schneider beschäftigt das Thema zielgerichtete Werbung und verschiedene Werbeformen
  • Holozän kündigt den Nachtjob in der Tanke und konzentriert sich mehr aufs Bloggen
  • homepage-werbung.de beschreibt, dass viele denken, mit Bloggen könne man leicht viel Geld verdienen und somit der Kuchen für immer mehr reichen muss
  • die Putzlowitscher Zeitung vermeldet, dass durch Werbung das Risiko erhöht wird und aus Spaß an der Freude bloggen sowieso am besten ist – andere Hobbies kriegt man schließlich auch nicht bezahlt
  • auf blog.stevieswebsite.de steht, dass Blogs einen auch ohne Werbung (beruflich und monetär) sehr viel weiter bringen können
  • und Martin Mißfeldt schmeisst als Konsequenz seine monatlichen Einnahmestatistiken raus, stellt aber fest, dass es (noch) keine Alternative zu Werbung gibt, um mit einem Blog etwas Geld in die Kasse zu spülen

Ich hoffe, es fühlt sich keiner durch meine manchmal etwas flapsigen Zusammenfassungen gekränkt😉