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Joana Adesuwa Reiterer – Die Wassergöttin

– Wie ich den Bann des Voodoo brach

Das Buch hatte mich wohl letztes Jahr mal auf der Buchmesse angelacht, jedenfalls kam es mir bekannt und interessant vor, als ich es bei Thalia auf dem Wühltisch gefunden hatte.

Es ist die Geschichte einer Nigerianerin, die sich gegen den ‚Fluch des Voodoo‘ gewehrt hat. Ihre Familie erklärte sie zur Wassergöttin, dass sie verantwortlich für die wirtschaftlichen Probleme ihres Vaters sei, dass sie sich in ihr Schicksal fügen und allen Glück bringen soll, was durch diverse Rituale angestrebt wird.
Sie allerdings wehrt sich dagegen – erst eher unbewusst, indem sie abseits von ihrer Familie studiert und einen großartigen Mann kennenlernt, der ihr dabei hilft, wirtschaftlich mit einer Boutique auf eigenen Beinen zu stehen. Allerdings heiratet sie dann doch einen anderen, der den ganzen Voodoo’zauber‘ wieder über sie bringt. Mit ihm kann sie dann aber nach Österreich gelangen und sich dort endgültig von den Fesseln ihrer Vergangenheit befreien.

Ein tolles Buch über eine mehr oder weniger bewusst starke Frau, die auch einmal die falschen Entscheidungen trifft, im Endeffekt aber immer wieder auf Menschen trifft, die ihr weiterhelfen, die ihr Chancen bieten, die sie dann aber auch ergreift.
Schön.
Hätte nur nicht das Ende noch schnell vorm Schlafengehen durchlesen sollen, irgendwie hatte ich dann sehr seltsame Alpträume mit leichtem Verfolgungswahn…

(Taschenbuch, Knaur, 2009, 318 Seiten)